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Ziel: Finanzielle Unabhängigkeit

 

Das Thema finanzielle Freiheit erfreut sich zunehmender Bekanntheit und Aufmerksamkeit. Immer mehr Menschen verfolgen das Ziel, durch eine möglichst hohe Sparrate so schnell wie möglich ein Vermögen aufzubauen, um von diesem Leben zu können und ihrem Beruf nicht mehr nachgehen zu müssen. Am besten schon mit 30 oder 40 Jahren. Dafür wird in den Berufsjahren hart gearbeitet und auf einiges Verzichtet, um den Großteil seines Einkommens zu sparen und zu investieren. 

Verfolge auch ich das Ziel finanziell frei zu werden? Verzichte ich auf vieles, um in 10-20 Jahren meinen Job zu kündigen? Mir persönlich erscheint der Begriff der finanziellen Freiheit nicht richtig. Vielmehr strebe ich nach einer finanziellen Unabhängigkeit. Freiheit bedeutet für mich, das Tun zu können, worauf ich Lust habe, ohne durch meine finanzielle Situation eingeschränkt zu sein. Dieses Ziel erreichen jedoch die wenigsten in ihrem Leben. Es hat in meinen Augen nichts mit Freiheit zu tun, wenn ich nicht mehr arbeiten muss, weil mein Vermögen monatliche Erträge von 1500 € abwirft bzw. ich einen Betrag in gleicher Höhe von meinem Vermögen verzehren kann. Natürlich gibt es Menschen, die mit 1500 € im Monat alles erleben, was sie erleben möchten. Ich persönlich strebe jedoch mindestens einen doppelt so hohen Betrag an, um mich unabhängig, bei weitem aber noch nicht frei zu fühlen. 

Daneben möchte ich beim Vermögensaufbau auch nicht auf schöne Dinge verzichten. Ein bewusster Konsum ist mir zwar wichtig, ein Fan vom Frugalismus bin ich jedoch keineswegs. Natürlich versuche ich auch eine möglichst hohe Sparrate zu erzielen, ohne dabei jedoch auf mir wichtige Dinge zu verzichten. 

Zudem kann ich dem Gedanken nichts abgewinnen, einem Job nachzugehen, den ich so schnell wie möglich kündigen möchte. Ich persönlich denke, dass es den Menschen einen viel größeren Mehrwert liefert, dem nachzugehen wofür man brennt. Mache das was du liebst und du machst es gut. Einem gutgezahlten Job nachzugehen, der mir nicht gefällt und zu dem ich mich jeden Tag hinquälen müsste, mit dem Gedanken möglicherweise in 10-15 Jahren ausgesorgt zu haben, würde mich nicht glücklich machen. Gehe ich dem nach, was mir Freude macht und mich wirklich erfüllt, dann möchte ich den Job auch nicht kündigen. Etwas anderes ist es, wenn man seine Arbeitszeit reduziert, um privaten Dingen nachzugehen. 

Genau das meine ich mit finanzieller Unabhängigkeit. Ich bin auf meinen Beruf nicht angewiesen. Ich muss ihm nicht nachgehen, weil ich finanziellen Zwängen unterworfen bin, sondern weil er mich erfüllt, mir Spaß macht. Genauso kann ich jederzeit etwas neues Ausprobieren und meiner Leidenschaft nachgehen, in dem Wissen finanziell durch mein Vermögen abgesichert zu sein. 

 

 

 

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