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-6,8% Depotentwicklung im September

Nachdem mein Depot zuletzt an der 30.000€ Marke gekratzt hat, steht im September eine Entwicklung von -6,8% zu Buche (Stand: 26.09.2020). Die rasante Steigerung meines Depotwertes war auf die beflügelten Techwerte Amazon, Apple und Alphabet zurückzuführen, die in den letzten Monaten nur eine Richtung kannten, nämlich die nach oben. 

 

 

Aktien können nicht nur im Wert steigen, sondern auch fallen. Das sollte jedem bewusst sein. Nach einer solchen Rallye, die die Technologie-Unternehmen hingelegt haben, sind Gewinnmitnahmen eine logische Konsequenz. Der Dampf muss auch mal aus dem Kessel gelassen werden. 

Mir persönlich ist die Wertentwicklung meines Depots zweitrangig. In erster Linie ist mir ein steigender regelmäßiger Cashflow wichtig. Natürlich habe ich aber nichts dagegen, wenn ich beim Blick auf mein Depot grüne Zahlen anstatt roter sehe. Allerdings verfalle ich auch nicht gleich in Panik, sollte mein Depot ins Negative rutschen.

 

 

Nachdem die Techgiganten nun etwas an Wert eingebüßt haben, werden wieder die Stimmen nach einem Crash lauter. Aktien seien völlig überbewertet. Bezüglich der hervorragend gelaufenen Technologiewerte werden Vergleiche zur Dotcom-Blase im Jahre 2000 gezogen. Es wird wieder Panik geschürt, die die neu dazugekommene Anleger verunsichert. 

Zwar sind die Tech-Unternehmen, allen voran die FAANG-Aktien sehr gut in den letzten Monaten gelaufen, dies gilt jedoch nicht für alle Aktien. Gerade Aktien außerhalb des Technologiebereiches haben ihre alten Niveaus vor der Coronakrise noch gar nicht wieder erreicht. Ein Vergleich zur Dotcom-Blase ist in meinen Augen auch nicht passend. In den Jahren zwischen 1990 und 2000 erzielten US-Technologiewerte jährlich eine Rendite von 34%. Anders als bei den heutigen FAANG-Aktien erzielten diese Unternehmen jedoch so gut wie keine Umsätze geschweige denn Gewinne. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Nasdaq100 betrug in den 90er/00er Jahren 200!!. Man zahlte also das 200-fache der Gewinne. Im Vergleich dazu liegt das KGV des Nasdaq100 heute bei ca. 30. Damals wurde jede kleine Ramschbude, die den Begriff Internet oder Technologie verwendete, in den Himmel gejubelt. Die Hoffnung auf große Umsätze und Gewinne war riesig. Es war aber eben nur die Hoffnung.

Im Vergleich zu damals sind Amazon, Apple, Microsoft, Alphabet und Co. wahre Geldmaschinen, die unglaublich viel Geld erwirtschaften. Der Einfluss dieser Unternehmen auf unser Leben wächst stetig. Sie sind gar nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus sitzen sie auf riesigen Cashbergen.

Ein Vergleich zur Dotcom-Blase ist in meinen Augen deshalb unpassend.

 

Allerdings weiß auch ich nicht, wie es an der Börse weitergehen wird. Was ich aber weiß, ist, dass ich weiterhin regelmäßig investiere und mich nicht von anderen in Panik versetzen lasse. Denn die Börse hat auf lange Sicht bisher immer eine positive Rendite erzielt. Mein Anlagehorizont beträgt noch mindestens 30-40 Jahre, sodass ich bevorstehende Krisen aussitzen und zum Nachkauf nutzen kann. 

 

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