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Die drei Schritte des Vermögensaufbaus

 

Ich möchte euch die drei Schritte vorstellen, die nötig sind, um sich über die Zeit ein Vermögen aufzubauen. Dabei handelt es sich um keine Raketenwissenschaft wie viele denken. Vielmehr sind sie simpel, schlicht und einfach. Vermutlich ein bisschen zu einfach, sodass man skeptisch sein könnte, ob es wirklich funktioniert. Denn wenn es doch so einfach ist wie ich sage, wieso sind dann so wenig Menschen vermögend? Das ist leicht erklärt. Neben den drei Schritten bedarf es einer Menge Geduld und Durchhaltevermögen. Und genau daran scheitert es bei den Meisten. Der Großteil der Menschen ist ungeduldig. Reichtum will so schnell wie möglich erreicht werden. Man will sofort Ergebnisse sehen. Beim Vermögensaufbau ist es jedoch so, dass sich die großartigen Ergebnisse erst nach Jahrzehnten zeigen. Diese Jahrzehnte sind jedoch die Wenigsten bereit zu warten beziehungsweise durchzuhalten.

Kommen wir nun aber zu den drei Schritten des Vermögensaufbaus:

1. Geld verdienen

Der erste Schritt beim Vermögensaufbau besteht darin, Geld zu verdienen. Sei es durch einen Beruf als Angestellter oder als Selbständiger mit einem eigenen Business. Der erste Schritt ist der einfachste. Jeder Mensch sollte eigenes Geld verdienen. Am Anfang des Berufslebens steht eine Ausbildung oder ein Studium und die Tätigkeit in einem Unternehmen. Oder man gründet selbst ein Unternehmen. Neben dem normalen Beruf kann zusätzlich Geld verdient werden durch diverse Nebentätigkeiten sowie Selbständigkeiten. Laut Studien verdient ein Akademiker innerhalb seines Berufslebens 2,8 Millionen Euro, ein Nicht-Akademiker liegt auch bei stolzen 1,8 Millionen Euro. 

Knapp zwei Millionen Euro verdient ein Nicht-Akademiker während seines Berufslebens und dennoch haben die meisten kein Vermögen aufgebaut am Ende ihres Berufslebens. Wie kann das sein? Was ist mit dem ganzen Geld passiert? Das leitet direkt zu Schritt Zwei über:

 

2. Geld sparen

Der zweite Schritt besteht darin, einen Teil seines verdienten Geldes zu sparen. Als unterste Sparquote sollten mindestens 10% des monatlichen Einkommens gespart werden. Dies wären beispielsweise bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 2000€ demnach 200€ Sparleistung monatlich. Ein Schritt, der in heutigen Zeiten bereits nicht mehr selbstverständlich ist. Wir leben in einer Konsumgesellschaft, die sich dadurch definiert jeweils das Neueste, Beste, Teuerste zu besitzen. Das teuerste iPhone, ein neues Auto oder teure Kleidung. Die Menschen setzen sich ungezwungen in einen Wettbewerb untereinander. Umso beeindruckender ist es, dass das Geldvermögen der Deutschen im Jahr 2018 dennoch 6,2 Billionen Euro betrug. Die Menschen schaffen es also trotz allem einen Teil ihres Geldes zu sparen. Je höher die persönliche Sparquote ausfällt, umso größer kann das Vermögen werden.

Somit kann es auch nicht an Schritt zwei liegen, dass der Großteil der Bevölkerung kein ansehnliches Vermögen besitzt. Woran liegt es dann? Schauen wir uns dafür Schritt drei des Vermögensaufbaus an:

3. Geld investieren

Der dritte Schritt besteht darin, sein verdientes und gespartes Geld gewinnbringend zu investieren. Und an genau diesem Punkt scheitern die Meisten beim Vermögensaufbau. Die Deutschen legen ihr Geld seit jeher auf dem Sparbuch an. Während in den 80er und 90er Jahren das Guthaben auf dem Sparbuch noch mit 3-4 % verzinst wurden stellt sich beim heutigen Nullzinsumfeld die Frage ob "Geldanlage" noch der richtige Begriff für das Sparbuch ist. Geld parken würde sich eher anbieten. Billionen an Euro, die auf Spar- und Tagesgeldkonten parken, nicht arbeiten und sogar noch von der Inflation aufgefressen werden. Umso trauriger ist es dann, wenn der deutsche Finanzminister Olaf Scholz als schlechtes Beispiel vorangeht und die Anlage auf dem Sparbuch auch noch vorlebt. So legt Scholz nach eigener Aussage sein ganzes Geld nur auf dem Sparbuch an. Nun gut Olaf Scholz ist als Finanzminister bestens für das Alter abgesichert. Die braven Steuerzahler werden seine Diäten finanzieren. Dies gilt für den Otto Normalverbraucher nicht. Dieser muss selbst schauen wo er bleibt. Umso fataler ist die Botschaft die der Finanzminister sendet.

Auf lange Sicht betrachtet ist die lukrativste Form der Geldanlage die Investition an der Börse. Durchschnittliche Marktrenditen von 7-8% können durch einfache Investitionen in breit diversifizierte ETF erzielt werden. Was ein ETF ist erkläre ich dir hier. Allerdings darf man von der Börse auch nicht erwarten über Nacht reich zu werden. Vielmehr braucht es Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen. So sagte Andre Kostolany noch zu Lebzeiten: "Ich kann ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird; ich kann ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden." 

Neben der Börse gibt es jedoch auch andere Anlageklassen, die beim Vermögensaufbau behilflich sind. Durch die Investition in Immobilien beispielsweise kann durch den Fremdkapitalhebel über die Jahre ein beachtliches Immobilienportfolio aufgebaut werden. Rohstoffe, Kryptowährungen und P2P-Kredite stellen darüber hinaus weitere Anlageklassen dar.

 

Fazit:

Wie sich zeigt steckt hinter den drei Schritten des Vermögensaufbaus keine Wissenschaft. Während jedermann Geld verdient und der Großteil auch einen Teil davon spart, hapert es jedoch an der richtigen Anlage ihres gesparten Geldes. Zu viele Menschen hängen noch am Sparbuch als Anlageprodukt Nummer 1, obwohl es sich dabei um eine Vermögensvernichtung handelt.  

Ich persönlich bevorzuge es, mein Geld schwerpunktmäßig an der Börse zu investieren. Ich habe einen Anlagehorizont von mehr als 30 Jahren und investiere nur Geld, dass ich auf lange Sicht nicht brauche. Daneben stecke ich einen kleinen Teil in Kryptowährungen und P2P-Kredite. Ein Sparbuch habe ich schon lange nicht mehr. Beim aktuellen Zinsumfeld würde ich auch niemals auf die Idee kommen ein Sparbuch anzulegen.

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