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Setze dir hohe Ziele - Zu niedrige Ziele halten dich zurück

Auf meinem Weg sehe ich das große Ziel immer im Hintergrund
Auf meinem Weg sehe ich das große Ziel immer im Hintergrund

 

Zu Beginn jeden Jahres setze ich mir sowohl persönliche, als auch finanzielle Ziele. Weshalb ich das tue? Nun das Setzen von Zielen legt einen Fokus auf die Dinge, die ich erreichen will. Ich habe klar vor Augen, wo ich am Ende des Jahres stehen will. Zudem geben meine Ziele die Richtung vor, die ich einschlagen muss um sie zu erreichen.
Dabei setze ich mir bewusst hohe Ziele, die aus gegenwärtiger Sicht unrealistisch wirken und bei denen die Gefahr besteht sie nicht zu erreichen. 

Aber wieso tue ich das? Bergen zu hoch gesteckte Ziele nicht die Gefahr der Enttäuschung und des Versagens, weil sie nicht erreicht wurden?

Hoch gesteckte Ziele motivieren mich zusätzlich

 

Nun bei mir ist genau das Gegenteil der Fall. Ich bin sehr ehrgeizig und lasse mich durch hochgesteckt Ziele zusätzlich motivieren. Ist es auch noch so unrealistisch zu erreichen, ich gebe trotzdem alles um es zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe. Dadurch erreiche ich Dinge, von denen ich zuvor niemals gedacht hätte sie zu schaffen. Man wird kreativ, überlegt sich verschiedene Möglichkeiten und Wege und probiert neue Dinge aus. Alles nur, um sein gesetztes Ziel zu erreichen.

Natürlich kann man sich auch niedrige Ziele setzen, in dem Wissen, dass man diese mit Leichtigkeit erreichen wird. Es ist immer noch besser, als plan- und ziellos zu handeln. Allerdings würden mich zu niedrige Ziele nicht genug anspornen mein Bestes zu geben.

 

Große Ziele überragen kleine Hindernisse

 

Eine weitere Gefahr, die bei zu niedrig gesetzten Zielen besteht, ist, dass man bei kleineren Problemen und Unannehmlichkeiten seinen Fokus verliert und das große Ganze außer Acht lässt. Setze ich mir ein kleines Ziel, reicht bereits ein kleines Problem, um mein Ziel aus den Augen zu verlieren. Anders ist dies bei hochgesteckten Zielen. Dieses habe ich ständig vor Augen. Stellt sich ihm ein Problem in den Weg, überragt es dieses weiterhin im Hintergrund. Ich bleibe trotz Problemen und Hindernissen fokussiert darauf. 

Für das Jahr 2020 hatte ich mir vorgenommen 4000€ an der Börse zu investieren, 300€ an Dividenden zu erhalten sowie auf 55 Ausschüttungstage zu kommen. Die 4000€ an investiertem Kapital habe ich bereits im September erreicht. Eigentlich sollte ich mich darüber freuen eines meiner Ziele erreicht zu haben. Allerdings habe ich dies bereits 3 Monate vor Ablauf des Jahres geschafft, was mir zeigt, dass ich mir ein zu niedriges Ziel gesetzt habe. Entsprechend ziehe ich meine Schlüsse für meine Ziele im nächsten Jahr.

Die 300€ Dividende werde ich dieses Jahr deutlich verfehlen. Natürlich ist es nicht schön, wenn man seine Ziele nicht erreicht. Allerdings wird meine erhaltene Dividende sich im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich verdoppeln und das in einem Jahr in dem einige Unternehmen ihre Dividende gekürzt bzw. gestrichen haben. Nichtsdestotrotz werde ich mir für 2021 erneut ein hohes Ziel setzen, was die erhaltenen Dividenden angeht.

 

 

Was für Ziele hast du dir gesetzt?

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Kommentare: 2
  • #1

    Bergfahrten (Freitag, 18 Dezember 2020 07:37)

    Hallo,

    das mit den Zielen ist sehr subjektiv. Wie du schreibst helfen dir hohe Ziele. Manche scheitern aber am Anfang an diesen Zielen, anderen helfen dafür automatische Sparerhöhungen, manche brauchen viele Konten, Zwang mit Sparplänen, gewisse Einzelaktien usw.

    Mir hat geholfen dass ich mit 1.500 EUR monatlich auskomme, egal ob ich das doppelte oder dreifache verdient habe.

    Wichtig ist aber für alle dass man weniger Konsumiert als man verdient und die Differenz in Sachwerte anlegt.

    Viel Erfolg und weihnachtliche Grüße
    Christian / Bergfahrten

  • #2

    Michel (Freitag, 18 Dezember 2020 15:18)

    Hallo Christian,

    Vielen Dank für deinen Kommentar.
    Du hast vollkommen Recht. Es handelt sich um mein persönliches Empfinden, dass hochgesteckte Ziele mich voranbringen.
    Das ist für jeden anders. Wichtig ist aber, dass man sich mit seiner Person auseinandersetzt und herausarbeitet, was für ein Typ man ist und welcher der beste Weg für einen selbst ist.

    Trotz steigendem Einkommen nicht der Lifestyle-Inflation zu erliegen, sondern die Ausgaben auf einem konstanten Level zu halten ist sehr bemerkenswert. Investiert man wie du das zusätzliche Einkommen dann in Sachwerte, kommt über die Zeit ein beachtliches Vermögen zusammen wie man bei dir bestens sehen kann.

    Beste Grüße und eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit

    Michel / Cashflowinvestor