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Vermögenswerte vs. Verbindlichkeiten

 

Einer der größten Unterschiede zwischen vermögenden Menschen und nichtvermögenden Menschen ist der, dass vermögende Menschen den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und einer Verbindlichkeit kennen und dementsprechend ihr Geld anlegen.

In seinem Buch "Rich Dad Poor Dad" beschreibt Robert Kiyosaki den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und einer Verbindlichkeit als die einzige Regel, die man beim Vermögensaufbau befolgen muss. Ist die Differenzierung so schwer, dass so wenig Menschen vermögend sind? Und was genau ist der Unterschied zwischen einem Vermögenswert und einer Verbindlichkeit? Der Frage gehe ich in diesem Artikel auf den Grund.

 

Vermögenswerte sorgen dafür, dass dein Vermögen wächst, Verbindlichkeiten sorgen dafür, dass dein Vermögen sinkt.

 

Schauen wir uns dafür zunächst an, was Vermögenswerte genau sind. Vermögenswerte sind Gegenstände, Sachwerte oder Ansprüche, die dir Geld zufließen lassen, also einen Cashflow generieren. Darunter fallen beispielsweise Aktien, die durch Dividenden Cash an ihre Eigentümer fließen lassen oder vermietete Immobilien, die durch die monatlichen Mieteinnahmen einen Cashflow generieren. Gleiches gilt für P2P-Kredite, bei denen die erhaltenen Zinsen einen Mehrwert gegenüber der Investition liefern. Früher, als man für sein Geld auf dem Sparbuch noch Zinsen erhielt, war auch ein Sparbuch ein Vermögenswert. Seitdem der Zins jedoch bei 0% liegt wird das Vermögen durch eine Anlage auf dem Sparbuch nicht mehr gemehrt. Es dient höchstens als Geldaufbewahrung, wobei ein Tagesgeldkonto dabei die bessere alternative wäre.

Wir merken uns also: Vermögenswerte mehren dein Vermögendurch Geldzuflüsse.

Demgegenüber stehen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten sind all die Dinge, die mehr Geld kosten, als sie einbringen. Sie senken das eigene Vermögen. Darunter fallen beispielsweise alle Konsumgüter, aber auch das eigene Auto oder eine selbstgenutzte Immobilie.

All diese Dinge kosten Geld, ohne mehr als ihren Kaufpreis einzubringen. In der Regel sinkt bereits mit dem Kauf einer Verbindlichkeit der Wert der Sache.

Das Paradebeispiel ist der Kauf eines Neuwagens. Viele Menschen kaufen sich einen Neuwagen und denken, dass sie dadurch ihr Vermögen gemehrt haben. Das Gegenteil ist der Fall. Bereits mit der Anmeldung des Fahrzeugs beim Straßenverkehrsamt sinkt der Wert eines Neuwagens um bis zu 30%. Zu diesem Zeitpunkt hat man das Fahrzeug noch nicht einen Kilometer gefahren.

 

Fazit:

Natürlich gebe auch ich Geld für Verbindlichkeiten aus. Ich habe ein eigenes Auto und gebe Geld für Urlaube oder Konsumgüter aus. Es geht auch nicht darum, kein Geld für Verbindlichkeiten auszugeben. Vielmehr geht es darum, den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und einer Verbindlichkeit zu kennen, um bewusst in Vermögenswerte zu investieren. Es ist einer der größten Fehler, sein Geld für Verbindlichkeiten auszugeben, in der Vorstellung es handele sich um einen Vermögenswert. 

deswegen in Vermögenswerte wie Aktien investieren

 

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