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Spontankäufe und unüberlegter Konsum

Wir alle kennen Spontankäufe und unüberlegten Konsum. Man hat etwas in der Werbung oder in einem Onlineshop gesehen und will es sofort haben, ohne auch nur kurze Zeit darüber nachzudenken, ob es denn wirklich nötig ist oder ob man wirklich braucht, was man gerade wieder gekauft hat. Natürlich gehört auch der volle Warenkorb beim spontanen Onlineshoppen dazu. Man stöbert durch verschiedene Online-Shops und ehe man sich versieht ist der Warenkorb voller als gedacht.

 

Die Werbung spielt mit der Psyche der Menschen und entwickelt im Unterbewusstsein das Verlangen nach Konsum. Bringt Apple sein neuestes Smartphone auf den Markt, stehen die Kunden in langen Schlangen vor den Applestores. Als Apple Aktionär freut mich das natürlich :D Unternehmen kreieren einen wahren Kult um ihre Marke und ihre Produkte. Ganz ähnlich ist es bei Elon Musk und Tesla. Die ganze Welt schaut gespannt zu, wenn Elon Musk die neuesten Tesla Modelle vorstellt. Unternehmen investieren jedes Jahr Millionenbeträge in Werbung, um ihre Produkte an den Mann zu bringen. 

Auf die Frage, weshalb man nun wieder Geld für etwas ausgegeben habe, dass man zuvor gar nicht wollte und das man gar nicht benötigt, bekomme ich sehr oft zu hören, dass man sich doch mal was gönnen müsse und man es sich verdient habe. Schließlich arbeite man so viel und so hart, dass es als Entschädigung anzusehen sei, sich neue Schuhe oder gar ein neues Auto zu kaufen. Entsprechend muss es dann auch alle 2-3 Jahre ein neues Auto sein. 

 

Ich habe nichts dagegen, wenn man sein Geld für Konsumgüter ausgibt. Das Gegenteil ist der Fall. Ich gebe persönlich auch gerne Geld für Dinge aus die mir gefallen. Allerdings war ich schon immer sparsam und kam mit wenig Geld aus, sodass ich mich vor einem Kaufrausch früh genug bremsen kann.

Wogegen ich aber etwas habe ist spontaner Konsum beziehungsweise wenn das Geld unüberlegt zum Fenster rausgeworfen wird. Geld auszugeben nur um des Geldausgebenswillen. Natürlich kann jeder mit seinem Geld umgehen, wie er oder sie möchte. Persönlich habe ich dafür jedoch kein Verständnis. 

Genauso wenig kann ich mit der Begründung anfangen, dass man sich für die harte Arbeit die man leiste, auch mal etwas gönnen müsse. Wenn ich etwas tue was ich mag, dann ist die Arbeit für mich weder hart noch muss ich mir als Ausgleich etwas gönnen. Ich tue was mir gefällt, was mir Spaß macht und Freude bringt. Zumindest brauche ich persönlich dann keine Entschädigung in Form von Konsum. Es klingt für mich dann so als hätte ich Leid erfahren, dass ich ausgleichen muss. 
Wenn der Job dem ich nachgehe aber wirklich so furchtbar schlimm ist, dass ich mich andauernd selbst entschädigen muss, würde ich eher darüber nachdenken den Job zu wechseln, anstatt mein verdientes Geld aus dem Fenster zu werfen. So lebt man sonst im berühmt berüchtigten Hamsterrad. Fünf Tage die Woche von 9 Uhr bis 16 Uhr und das von Anfang/Mitte Zwanzig, bis zum regulären Rentenalter von 67. Ein Lebensweg, der für mich persönlich nicht in Frage kommt.
Darüber hinaus kommt hinzu, dass aller Konsum der Welt, weder Probleme löst, noch auf Dauer glücklich macht. Ist der Job aus welchen Gründen auch immer beschissen, bleibt er das auch weiterhin, unabhängig davon, ob ich mir regelmäßig ein neues Auto kaufe oder nicht. 

Die Einzigen, die der übermäßige Konsum auf Dauer glücklich macht, sind die Konzerne deren Produkte gekauft werden und ihre Aktionäre.

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