· 

Der Millionär von nebenan

Wie ich bereits in vorigen Artikeln geschrieben habe, habe ich mir das persönliche Ziel gesteckt, ein Vermögen von einer Million Euro aufzubauen. Es ist eine befriedigende Vorstellung, von seinen Kapitalerträgen leben zu können. Nicht mehr auf einen Job angewiesen zu sein, sondern das tun zu können, worauf man Lust hat, ohne gebunden zu sein. Frei zu sein in dem was man tun möchte.

 

Kennst du persönlich einen Millionär? Bist du schonmal einem begegnet und konntest dich mit ihm austauschen? Würdest du einen Millionär erkennen, wenn er auf der Straße an dir vorbeilaufen würde? 
Wir alle haben ein bestimmtes Bild von Millionären vor Augen, dass durch die Gesellschaft geformt wurde. Die Medien tun ihr Übriges und verfestigen bestimmte Stereotype. Schließe kurz die Augen und stell dir einen Millionär vor. Was für ein Bild hast du vor Augen? Hinsichtlich Millionären ist es häufig das des Champagnertrinkenden, Louis Vuitton tragenden Jet Setters, der sein Leben in Saus und Braus verbringt.

Die Wahrheit ist wie so oft im Leben jedoch eine andere. 
Millionäre, und ich spreche von Vermögensmillionären, haben eine andere Beziehung und ein anderes Mindset zu Geld, als die Mittelschicht. Ein Vermögensmillionär hat ein Nettovermögen von mindestens einer Million Euro. Daneben gibt es noch sogenannte Einkommensmillionäre. Zu jenen zählt man, wenn man ein Jahreseinkommen von einer Million Euro verdient. Dazu zählen beispielsweise Sportstars, Vorstände von DAX-Unternehmen oder Hollywoodschauspieler.


Während der Großteil der Bevölkerung in Geld den Ursprung allen Übels sieht, das nur das schlechte im Menschen hervorruft, trifft dies auf Millionäre nicht zu. 
Sie sehen Geld als etwas gutes an, als Mittel für Freiheit und dafür das tun zu wollen, was man will. Geld bietet eine Menge Möglichkeiten. Die Mittelschicht arbeitet den ganzen Tag hart für ihr Geld. Sie geht einem Beruf nach, in der Regel von 9 bis 17 Uhr, 40 Stunden die Woche. Es ist stressig und anstrengend. Entsprechend des Aufwandes, der nötig ist, sollte dem erarbeiteten Geld, viel mehr Respekt entgegen kommen. Stattdessen wird das Geld schneller rausgeschmissen, als es reingekommen ist. 

Auch Vermögensmillionäre arbeiten hart für ihr Geld. Darüber hinaus üben sie auch einen gewissen Verzicht aus.  

Deshalb würde ein Millionär sein Geld auch nicht für grenzenlosen Konsum aus dem Fenster werfen, dessen freudenbringende Wirkung nur von kurzer Dauer ist. Studien haben belegt, dass die Euphorie und Freude die man bei jeder neuen Anschaffung verspürt, nie länger als drei Monate anhält. Dann bedarf es wieder einer neuen Anschaffung, um das Euphoriegefühl erneut zu bekommen. Davon gibt es genau eine Ausnahme: Brustvergrößerungen bei Frauen. Dort hält das Freudengefühl deutlich länger an. 
Aufgrund ihres Mindsets wissen Millionäre, dass der Weg Vermögen aufzubauen darin besteht, Geld zu verdienen, zu sparen und das verdiente Geld zu Investieren. Sie würden niemals auf die Idee kommen, einen Kredit aufzunehmen, um sich Konsum auf Pump zu leisten. Entsprechend sieht man einem Millionär seinen Reichtum auch nicht zwingend an. Sie müssen ihren Reichtum nicht nach außen tragen, um im Ansehen bei ihrem Umfeld zu steigen. So ist es gut möglich, dass dein Nachbar von nebenan ein Vermögensmillionär ist, ohne dass du es weißt. 

Die Mittelschicht hingegen gibt dem gesellschaftlichen Druck nach ständigem Vergleich nach und vollbringt ihr Leben im Hamsterrad. Hat der Nachbar beispielsweise ein neues Auto, kommt bei der Mittelschicht sofort der Neid auf. Es werden Kredite aufgenommen, um anderen zu beweisen was für ein toller Hecht man sei. Das eigene Auto muss schließlich größer, schneller und teurer als das des Nachbarn sein. Dass man sich damit über Jahre verschuldet wird den meisten erst viel später klar, einigen sogar nie. Sie leben in ihrer Blase. 


Nur um anderen zu gefallen und in der Hoffnung im Ansehen beim Umfeld zu steigen, legt die Mittelschicht sich Steine in den Weg auf dem Weg zum Vermögensaufbau. Dabei können die Meisten nicht einmal etwas dafür. Es wird ihnen von klein auf beigebracht und vorgelebt. Sei es im Elternhaus oder in der Schule. Unser System ist darauf ausgerichtet, nicht aus seinem Hamsterrad auszubrechen. Umso wichtiger ist es, aus eben diesem Hamsterrad auszubrechen und sein Geld nicht auszugeben, um andere zu beeindrucken.

Folgender Satz bringt es gut auf den Punkt: Man gibt Geld aus, das man nicht hat, um Dinge zu kaufen, die man nicht braucht, um Leuten zu gefallen die man nicht mag.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0