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LVMH macht Bernard Arnault zum reichsten Mann der Welt

Gefühlt steckt die Börse in einem Sommerloch. Die Luft ist raus, die Kurse dümpeln ruhig vor sich her. Egal ob die Ankündigung einer globalen Unternehmenssteuer oder eine höher als erwartet ausgefallene Inflation, die Börse reagiert hierauf kaum bis gar nicht. Weder geht es mit den Kursen rasant nach oben, noch geben sie merklich nach.

Spannender geht es da an der Spitze der reichsten Menschen der Welt zu. Nachdem Elon Musk es sich im Frühjahr diesen Jahres erdreistete Jeff Bezos vom Thron zu stoßen, kämpfte sich Bezos wieder zurück auf Rang Eins. 
Dies hielt jedoch erneut nur wenige Monate. Wieder wurde Bezos vom Thron gestoßen, diesmal jedoch nicht von Elon Musk, sondern von Bernard Arnault. 

Bernard wer magst du dich möglicherweise nun fragen. Bernard Arnault ist der Chef und Mehrheitseigentümer des französischen Luxuskonglomerats Louis Vuitton Moët Hennesy. LVMH ist mit einer Marktkapitalisierung von über 330 Milliarden Euro das größte europäische Unternehmen. Verglichen mit Amazon oder Apple, die jeweils über eine Billionen Euro wert sind ist da noch deutlich Luft nach oben. 
Deutschlands größtes Unternehmen, SAP, kommt hingegen gar nur auf eine Marktkapitalisierung von knapp 140 Milliarden Euro. 

Das Vermögen von Bernard Arnault beträgt ca. 195 Milliarden Euro. Es ist damit deutlich größer als die Marktkapitalisierung von SAP. Der Vorsprung auf Jeff Bezos beträgt knappe 2 Milliarden Euro und ist auf die extrem starke Entwicklung der LVMH-Aktie in der Corona-Krise zurückzuführen. Die Aktie verbucht einen Kurszuwachs von über 70 % innerhalb des letzten Jahres. Elon Musk scheint aktuell mit einem Vermögen von ca. 150 Milliarden Euro auf Rang Drei etwas abgeschlagen. Erstaunlich ist, dass unter den fünf reichsten Menschen der Welt Bernard Arnault der einzige Europäer ist. Die Plätze zwei bis fünf sind jeweils auf die (ehemaligen) CEO's der großen Tech-Giganten Amazon, Tesla, Microsoft und Facebook zurückzuführen. In einem technologielastigen Umfeld sticht LVMH da besonders heraus.
Wie man anhand der Kursentwicklung der Aktie innerhalb des letzen Jahres sieht, ist Luxus eine krisensichere Branche. Nicht umsonst dienen teure Luxusuhren oder seltene Oldtimer unter anderem als Wertanlage. 

Auch das Markenportfolio von Louis Vuitton Moët Hennessy ist breit gespickt und weltbekannt.  LVMH hält die Rechte an über 75 verschiedenen Marken und ist Branchenführer im Bereich der Luxusgüter. Von Edelchampagnermarken wie Moët & Chandon oder Dom Perignon über die Whiskeymarke Hennessy hin zu Modemarken Louis Vuitton, Givenchy oder Dior sind diverse Bereiche abgedeckt. Darüber hinaus kauft das Unternehmen regelmäßig weitere interessante Luxusmarken für das eigene Portfolio ein, wie beispielsweise zuletzt die Schmuckmarke Tiffany, die für knapp 16 Milliarden US-Dollar eingekauft wurde. Viele der Marken des Unternehmens haben eine unglaublich lange Historie, was unter anderem den Burggraben von LVMH ausmacht. Konkurrenten können nicht einfach so eine neue Luxusmarke gründen, ohne Historie und ohne das Ansehen. Sollte dies einer Marke doch gelingen, kauft LVMH diese in ihr Konglomerat ein.

 

Persönlich habe ich die LVMH-Aktie schon länger auf meiner Watchlist. Abgehalten von einem Investment hat mich bisher der Kurs der Aktie. Doch genau diese hat mich bislang eines besseren belehrt. So kannte der Kurs nur eine Richtung. Er klettert von einem Allzeithoch zum nächsten. Daneben hat mich zudem die französische Quellensteuer abgehalten, bei der es nicht ganz einfach sein soll, diese zurückzuerhalten. Auch wenn dieser Grund nicht entscheidend ist.

Ich denke, dass dem Luxusmarkt noch eine erfolgreiche Zukunft bevorsteht. Luxus dient heutzutage als Statussymbol. Immer mehr Menschen wollen sich teure Kleidung und Schmuck leisten. Die Mittelschicht gibt ihr Geld aus für teure Kleidung und Uhren, um damit anzugeben und sich zu Schau zu stellen.

Zudem bietet der asiatische Markt noch enorme Wachstumschancen. In China werden in den nächsten Jahren immer mehr Menschen in die Mittelschicht aufsteigen, die ebenfalls nach Luxus streben werden, sodass LVMH hiervon enorm profitieren wird. 

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