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Die Börse und die Fußball-Europameisterschaft

Die Europameisterschaft ist seit der letzten Woche endlich in vollem Gange. Wir haben schon spannende Spiele, aber auch dramatische Szenen erlebt. Deutschland hat sein erstes Gruppenspiel gegen Frankreich leider mit 0:1 verloren, doch immerhin konnte das zweite Spiel gegen Portugal mit 4:2 gewonnen werden. So haben wir das Weiterkommen am letzten Gruppenspieltag gegen Ungarn in der eigenen Hand.
Neben den Spielen sind mir insbesondere die Werbebanner abseits des Rasens aufgefallen. Die Europameisterschaft ist ein Milliardengeschäft. Werbebanner, Trikotsponsoren und Übertragungsrechte. Es geht um unglaublich viel Geld. 
Als Kapitalist hat man seine Augen natürlich immer offen für Unternehmen und spannende Investmentchancen. 
So wird während der EM beispielsweise für Booking.com, AliPay, Lieferando oder Volkswagen geworben. Aber auch Banner von Gazprom, Fedex oder Heineken werden regelmäßig am Spielfeldrand eingeblendet. 

Da könnte man ja auf die Idee kommen, dass die Aktien der Unternehmen aufgrund der täglichen visuellen Präsenz während der Spiele positiv davon profitieren und deren Kurse entsprechend steigen. Natürlich sorgt Werbung dafür, dass Unternehmen und ihre Produkte einem breiteren Markt bekannt werden und ihre Produkte oder Dienstleistungen in der Folge verstärkt nachgefragt werden. Dies gilt insbesondere bei derEuropameisterschaft, bei deren Spielen ein Millionenpublikum zuschaut. Die Spiele werden auf der ganzen Welt übertragen. 

Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Börse immer die Zukunft handelt und der Wirtschaft ca. ein halbes Jahr voraus ist. Das bedeutet, dass all die Gedanken und Ideen, die ich in dem vorigen Absatz aufgezeigt habe, bereits in den Kursen eingepriesen sind. Bereits Monate bevor die EM begonnen hatte, wurde die mediale Aufmerksamkeit und die damit einhergehende verstärkte Nachfrage berücksichtigt. Es wurde schon entsprechend damit gerechnet, sodass die Kurse nun hierauf nicht mehr reagieren sondern bereits die nächsten Monate widerspiegeln.

Christiano Ronaldo, Coca Cola und das Bottlegate

Für ein Higlight während der EM sorgte Christiano Ronaldo, als er zu Beginn der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Ungarn zwei vor ihm befindliche Coca Cola Flaschen wegstellte und sie durch Wasserflaschen ersetzte, um ein Zeichen gegen das ungesunde Süßgetränk und für Wasser zu setzen. In der Folge gab der Kurs der Coca Cola Aktie um mehr als einen Prozent nach. Das Unternehmen verlor über 3Milliarden US-Dollar an Börsenwert. 


Natürlich muss dann in den Medien sofort von einem "Bottlegate" gesprochen werden. Unabhängig von der Frage, ob der Kurs tatsächlich in der Höhe nur aufgrund der Aktion von Christiano Ronaldo nachgab, sollte diese Kursbewegung auch ins Verhältnis zur Marktkapitalisierung gesetzt werden. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 200 Milliarden US-Dollar machen die 3 Milliarden US-Dollar gerade einmal etwas mehr als ein Prozent aus. Zudem gab die Aktie auch teilweise aufgrund des Dividendeabschlags nach, der jedoch nicht allein ursächlich für den Kursrücksetzer war. 


Als Coca Cola Aktionär muss ich persönlich jedoch sagen, dass die Aktion für Aufsehen gesorgt hat, insbesondere, weil Christiano Ronaldo einer der besten Fußballer aller Zeiten ist und damit ein beachtliches Statement gesetzt hat. Auf der anderen Seite bin ich fest davon überzeugt, dass dies der Coca Cola Aktie nicht nachhaltig geschadet hat. Dass das gleichnamige Produkt aufgrund des hohen Zuckergehalts sehr ungesund ist, ist kein Geheimnis. Dennoch bleibt die schwarze Brause eines der beliebtesten Süßgetränke. Darüber hinaus hat Coca Cola ein breit diversifiziertes Produktportfolio, dass auch aus verschiedenen Wassermarken besteht. Zudem arbeitet das Unternehmen an immer weiteren Getränkealternativen und orientiert sich dabei auch an gesunden Erfrischungen. 

Dabei blieb es dann jedoch nicht allein. Nach dem 1:0 Sieg der Franzosen gegen Deutschland entfernte Paul Pogba eine Bierflasche des Unternehmens Heineken aus seinem Blickfeld. Dies geschah jedoch aus religiösen und nicht gesundheitlichen Gründen wies aber dennoch eine Ähnlichkeit zu der Aktion von Christiano Ronaldo auf.

Für große Lacher sorgte dann letztendlich der ukrainische Offensivstar Andrey Yarmolenko, als er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Nordmazedonien auf die Aktion von Christiano Ronaldo zu sprechen kam. Er schnappte sich zwei vor ihm befindliche Colaflaschen sowie eine Bierflasche von Heineken und stellte sie demonstrativ vor sich hin. Dazu sagte er, dass Coca Cola und Heineken sich bei ihm melden sollen. Besser kann man sich nicht als Werbepartner anbieten ^^
Aufgrund der lustigen Wendung bleibt das "Bottlegate“ damit positiv in Erinnerung. 

Dabei blieb es dann jedoch nicht allein. Nach dem 1:0 Sieg der Franzosen gegen Deutschland entfernte Paul Pogba eine Bierflasche des Unternehmens Heineken aus seinem Blickfeld. Dies geschah jedoch aus religiösen und nicht gesundheitlichen Gründen wies aber dennoch eine Ähnlichkeit zu der Aktion von Christiano Ronaldo auf.

Für große Lacher sorgte dann letztendlich der ukrainische Offensivstar Andrey Yarmolenko, als er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Nordmazedonien auf die Aktion von Christiano Ronaldo zu sprechen kam. Er schnappte sich zwei vor ihm befindliche Colaflaschen sowie eine Bierflasche von Heineken und stellte sie demonstrativ vor sich hin. Dazu sagte er, dass Coca Cola und Heineken sich bei ihm melden sollen. Besser kann man sich nicht als Werbepartner anbieten ^^
Aufgrund der lustigen Wendung bleibt das "Bottlegate“ damit positiv in Erinnerung. 

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