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Into space - Bezos vs. Branson

Jeff Bezos ist der reichste Mensch der Welt. Sein Vermögen beträgt aktuell mehr als 200 Milliarden US-Dollar.
Nachdem er Amazon von einem kleinen Onlineversandhändler für Bücher zu einem der größten Unternehmen der Welt gebracht hat, das in diversen Bereichen führend ist, hat er sich diesen Monat aus der ersten Reihe bei Amazon zurückgezogen und den Verwaltungsratsvorsitz übernommen. 
Den Platz von Bezos hat der AWS Chef Andy Jassy übernommen, der auch bereits seit 24 Jahren bei Amazon tätig ist.

 

Bezos hat sich aus der ersten Reihe bei Amazon zurückgezogen, um sich weiteren Projekten zu widmen. Eines dieser Projekte ist das nicht börsennotierte Unternehmen Blue Origin. Dabei handelt es sich um ein Raumfahrtunternehmen, mit dem Bezos die Idee verfolgt, Menschen in den Weltraum zu bringen. Am 20. Juli fliegt Bezos höchstpersönlich mit einer Rakete, der New Shepard, ins All. Das Datum wurde bewusst gewählt, da es der 52. Jahrestag der ersten Mondlandung ist. Zudem wurde ein Ticket für den Flug für unglaubliche 28 Millionen Dollar versteigert.

Doch Bezos ist nicht alleine mit seinen Ideen, die Ära des Weltraumtourismus einzuläuten. Vielmehr hat sich ein wahres Wettrennen zwischen ihm und dem Milliardär Richard Branson entwickelt. 

Bransons Unternehmen Virgin Galactic ist ebenfalls ein Raumfahrtunternehmen, dass im Gegensatz zu Blue Origin jedoch börsennotiert ist. Auch Branson möchte mit seinem Unternehmen Raumflüge für Weltraumtouristen anbieten.

Nachdem das Datum für Bezos Weltraumflug feststand, beschloss Branson kurzerhand, noch schnell vor Bezos ins All zu fliegen, was er am 11. Juli erfolgreich absolvierte. Ein wahrer Wettkampf zwischen zwei Milliardären. 

 

Ich persönlich finde es unglaublich, was Bezos und Branson auf die Beine gestellt haben. Sie haben eine neue Ära angebrochen, an deren Anfang wir aktuell stehen. Es waren Jahre an Entwicklung sowie Millionen und Milliarden an Kosten nötig, um dieses Ziel zu erreichen. Mit der Entwicklung der New Shepard begann Blue Origin beispielsweise schon im Jahre 2005, also vor 16 Jahren.

Die Kosten für Blue Origin finanzierte Bezos dabei aus eigenen Mitteln. Immer wieder verkaufte er Anteile von Amazon, zuletzt im Wert von 4 Milliarden Dollar, die er in sein Raumfahrtunternehmen investierte.

Der Weltraum soll für Menschen zugänglich werden. Der Preis für einen Sitzplatz ins Weltall soll bei Blue Origin voraussichtlich 500.000 Dollar kosten, bei Virgin Galactic "nur" die Hälfte. Dass sich diese Preise kein Normalverdiener leisten kann ist selbstverständlich. Allerdings stehen wir noch ganz am Beginn dieser neuen Epoche. Mit fortschreitender Entwicklung werden immer mehr Menschen die Möglichkeit haben, Zugang zu bekommen. 

Darüber hinaus bin ich mir sicher, dass sich auch bei einem Preis von einer halben Millionen Dollar, genug Interessierte finden werden, die einen Ausflug ins Weltall unternehmen möchten.

 

Aus Investorensicht stellt sich natürlich die Frage, ob ein Investment in solche Unternehmen lukrativ sein kann. Zwar ist Blue Origin nicht börsennotiert, Virgin Galactic hingegen schon. Nachdem der Flug ins All vor einigen Tagen bei Virgin Galactic geglückt ist, hat das Unternehmen jüngst eine Kapitalerhöhung in Höhe von 500 Millionen Dollar angekündigt. 

Persönlich finde ich den Bereich Space- und Raumfahrtaktien sehr zukunftsorientiert und spannend. Allerdings sind wir aktuell erst am Beginn einer neuen Ära, sodass ich die Entwicklung der Unternehmen voller Begeisterung von der Seitenlinie beobachten werde.

 

Spannend wird auch sein, ob Jeff Bezos Blue Origin an die Börse bringen wird. Aufgrund seines Vermögens riesigen Vermögens ist es für ihn noch nicht erforderlich das Unternehmen an die Börse zu bringen. Gleiches gilt für Elon Musk und sein Raumfahrtunternehmen Space X, dass ebenfalls von vielen gerne an der Börse gesehen würde. 

 

 

 

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