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An der Börse sind 2 mal 2 nicht 4, sondern 5-1

Viele Börsenneulinge wollen über Nacht reich an der Börse werden. Sie suchen nach dem nächsten Amazon und investieren ihr Geld in sogenannte hot stocks. Game Stop war eine solche Aktie, die in den letzten Monaten hochgezockt wurde, an der sich allerdings auch eine Menge Börsianer die Hände verbrannt und viel Geld verloren haben.

In meinen Augen hat das auch nicht wirklich etwas mit Investieren zu tun, sondern ist pure Zockerei. Solange man sich der Risiken bewusst ist und diese eingehen möchte, kann jeder jedoch mit seinem Geld tun was er möchte. 
Was mir daran jedoch nicht gefällt ist, dass dies unter anderem einer der Gründe ist, weshalb die Börse als  Ort der Spekulation und der Zockerei verrufen wird. Dies lässt die Börse in ein schlechtes Licht rücken. Dagegen kämpfe ich an.

An der Börse läuft es oft nicht so, wie man es erwartet. Sie ist unberechenbar und sorgt immer wieder für Überraschungen. Natürlich gibt es unzählige Prognosen und Erwartungen. Haufenweise Analysten untersuchen Unternehmen und meinen aufgrund ihrer gefundenen Ergebnisse sagen zu können, wie sich der Wert eines Unternehmens entwickeln wird. Letztlich bleiben es aber alles nur Prognosen. Wie genau es laufen wird, weiß niemand. 

Insbesondere läuft die Börse nicht nur in eine Richtung. Es geht nicht immer nur aufwärts mit den Kursen. Das letzte Jahrzehnt war für uns Börsianer einzigartig in der Geschichte. Seit der Finanzkrise2008/2009 kannten die Finanzmärkte nur noch eine Richtung. Gefühlt stieg alles seitdem.
Ok gut, wir hatten den „Blitzcrash“ im März 2020, als sich Corona weltweit ausbreitete, doch genauso schnell, wie die Märkte einbrachen, stiegen sie auch wieder und erreichten seitdem immerweitereHöchststände.

Doch gerade der Blick in den Rückspiegel kann für viele Börsenneulinge gefährlich sein. Sie denken, dass Aktienkurse nur steigen können. Rücksetzer seien nur das Anlaufholen fürneueHöchststände. 
Auf lange Sicht gesehen ist es richtig, dass die Kurse steigen, jedoch muss man das nötige Sitzfleisch und die erforderlichen starken Nerven besitzen. 

Wie sagte schon Börsenlegende André Kostolany einst:

„An der Börse ist 2 mal 2 nicht 4 sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven und das Geld haben, das minus 1 auszuhalten.“ 

Es geht nicht immer nur vorwärts nach oben. Die Börse besteht nicht nur aus Sonnenschein und Regenbogen. Oft geht es drunter und drüber. Übertreibungen können in beide Richtungen auftreten, sowohl nach oben, als auch nach unten. Rücksetzer gehören immer wieder dazu. Wichtig in Krisen und in Zeiten von Kursrücksetzern ist es, die Ruhe zu bewahren. Man darf sich nicht von der Unsicherheit und der Angst anstecken lassen. Wenn die Panik regiert und das Blut durch die Straßen fließt, braucht man Nerven aus Stahl.

Ein hilfreiches Mittel sind in meinen Augen Sparpläne, die man automatisiert jeden Monat ausführen lassen kann. Egal wie die Börse steht, jeden Monat wird weiter investiert. 

Auf lange Sicht gesehen wird man für seinen Mut belohnt.

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