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Alibaba erneut nachgekauft - Wie entwickeln sich die Märkte?

Ich konnte es einfach nicht lassen. Erneut habe ich bei Alibaba zugeschlagen und mich mit weiteren Aktien eingedeckt. Die Bewertung ist in meinen Augen einfach zu günstig, um nicht dabei zu sein. Natürlich bin ich mir der Risiken bewusst, die ein Investment in China und insbesondere in Alibaba birgt, jedoch überwiegen meiner Ansicht nach weiterhin die Chancen. Jüngst verhängte die chinesische Regierung gegen diverse Technologie-Unternehmen, darunter auch Alibaba, Geldstrafen für Verstöße in der Vergangenheit. Auch wenn das Handeln der chinesischen Regierung Skepsis weckt im Hinblick auf weitere Sanktionen, fallen die Einzelstrafen von 500.000 Yuan pro Verstoß durchaus verkraftbar aus. 

Ich habe zu einem Kurs von 14,89€ weitere 15 Aktien dazu gekauft. Auf diese Weise wurden 223,47€ investiert. Den Kauf habe ich über Trade Republic durchgeführt, sodass die Gebühren nur 1€ betragen haben.

Zusammen mit meinen bereits vorhandenen 35 Aktien komme ich nun auf 50 Stück bei Alibaba. Meinen durchschnittlichen Einstandskurs konnte ich so noch weiter nach unten drücken. 50 Aktien stellen in meinen Augen eine gute Position dar, sodass weitere Zukäufe fürs erste nicht mehr beabsichtigt sind. Aber wer weiß, was die Zukunft noch bringt.

Nachdem die Börse in den letzten Wochen durchgeatmet konnte und die Kurse nach Norden gewandert sind, ist wieder etwas auf dem Vormarsch, was die Börse gar nicht leiden kann: Unsicherheit. 

Die Corona-Zahlen steigen rasant, nicht nur in Deutschland. Wir befinden uns mitten in der vierten Welle. Die Auflagen und Regelungen werden wieder strenger. Von 2G-Regelungen bis hin zum Lockdown in Sachsen wirken sich diese teilweise deutlich auf die Wirtschaft aus. Abzuwarten bleibt ebenfalls, welche Folgen die 3G-Regelung am Arbeitsplatz nach sich ziehen wird. Österreich befindet sich sogar komplett wieder im Lockdown.  Hinzubekommen Ausschreitungen und Proteste gegen die Corona-Maßnahmen beispielsweise in den Niederlanden oder Belgien. 

Kein Wunder, dass der stationäre Handel erneut unter Druck gerät, wie bereits in den Wellen zuvor.

 

Auf der anderen Seite beginnen die Corona-Profiteure erneut Anlauf zu nehmen für eine womöglich nächste Rallye. So konnte die Amazon-Aktie, die die letzten Monate eine Seitwärtsphase durchlebte, jüngst wieder die 3000€-Marke durchbrechen.

Amazon bereits jetzt als Profiteur des Weihnachtsgeschäfts, können sie immerhin auf ein eigenes Logistiknetzwerk zurückgreifen samt eigener Flugzeugflotte.

 

Aktuell befinden wir uns mit der Vorweihnachtszeit in der besinnlichsten Zeit des Jahres. Nach dem Trubel eines Jahres dient die Zeit für gewöhnlich dazu, Ruhe einkehren zu lassen. Von Ruhe sind wir aktuell jedoch weit entfernt. Wirtschaftliche, politische und gesundheitliche Risiken sind nur einige, die aktuell und auch in naher Zukunft die Aktienmärkte unter Druck setzen können. 

Davon lasse ich mich jedoch nicht beirren. Ich lasse meine Sparpläne weiter laufen und freue mich, dass ich für mein Geld mehr Anteile eingebucht bekomme. 

 

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