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Die Flop-Positionen in meinem Depot

In den letzten Tagen und Wochen haben die Börsenkurse teilweise deutlich nachgegeben. Aufgrund der hohen Gewichtung der Big-Tech Unternehmen sind die Verluste bei den Indizes noch nicht so hoch. Doch viele Einzeltitel haben sich von ihrem Allzeithoch bereits mehr als halbiert. Doch auch Meta hat als eine der großen FAANG-Aktien deutlich an Wert eingebüßt.

 

In diesem Beitrag möchte ich nun einen Blick auf die Flop 3 Positionen in meinem Depot werfen. Dabei lasse ich Wirecard außen vor, die mit 99,9% das absolute Schlusslicht in meinem Depot bilden und die ich auch nur als Mahnmal in meinem Depot lasse, bis sie irgendwann ausgebucht werden. Über Wirecard hatte ich seinerzeit bereits berichtet. Den Beitrag kannst du hier nachlesen.

Platz 3: DocuSign

Mit einem Minus von -15% hat es DocuSign auf das Treppchen meiner schlechtesten Positionen geschafft. Das Unternehmen bietet die Möglichkeit Verträge digital bereitzustellen und diese per elektronischer Signatur gegenzeichnen zu lassen. DocuSign befindet sich erst seit Dezember 2021 in meinem Depot. Nachdem der Kurs über 40% einbrach, musste ich einfach zuschlagen, da ich persönlich eine große Zukunft in der Bereitstellung elektronischer Verträge sowie digitaler Signaturen sehe. Natürlich war die Aktie in den letzten Monaten enorm gestiegen, sodass es Zeit war, etwas Luft abzulassen. 

 

Nach meinem Investment zog die Aktie auch wieder deutlich an und konnte innerhalb weniger Wochen gut zweistellig wachsen. Doch als Technologie-Titel der zweiten Reihe wird auch DocuSign von beabsichtigten Zinsanhebungen getroffen. In der Folge gab der Kurs erneut stärker nach. Davon lasse ich mich aber nicht beeinflussen, sondern bin weiterhin von dem Unternehmen überzeugt und werde sie, wie die weiteren Unternehmen in meinem Depot, halten. 

Platz 2: Meta

Auf Platz 2 meiner Flop-Positionen liegt aktuell Meta ehemals Facebook mit einer Performance von -28%. Facebook steht bereits seit längerem unter strenger Beobachtung der Kartellbehörden und dürfte das erste Opfer einer möglichen Zerschlagung werden. Aufgrund dessen entwickelte sich die Aktie in den letzten Monaten nicht so wie die anderen Big-Tech Unternehmen. Während Apple und Alphabet neue Höhen erreichten, ging es für Meta abwärts.

 

Doch es bleibt dabei, dass Meta einfach eine riesige Datenkrake ist. Das Unternehmen weiß vermutlich so gut wie kein anderes über uns und unsere Gewohnheiten Bescheid und machen daraus ein Vermögen. WhatsApp, Instagram und Facebook machen es möglich. Daten sind das neue Gold. 

 

Hinzukommt die Fantasie des Metaversums, das Mark Zuckerberg mit seinem Unternehmen in Angriff nehmen will. Die Fantasien und Vorstellungen sind wahrlich groß. Was sich davon umsetzen lässt und allen voran wie viel Geld sich damit verdienen lassen wird, werden wir sehen.

Aus diesen Gründen hatte ich mich seinerzeit für ein Investment in Meta entschieden.

 

Jüngst brach der Kurs der Aktie jedoch um bis zu 25% ein, nachdem das Unternehmen seine Quartalszahlen sowie Aussichten bekannt gegeben hatte. Erstmals ging die Zahl der Nutzer zurück und zwar um 1 Millionen Nutzer. Zudem machen Apples Privatsphäre-Maßnahmen dem Unternehmen zu schaffen. So müssen App-Anbieter wie Instagram auf dem iPhone die Nutzer seit 2021 fragen, ob sie zu Werbezwecken ihr Verhalten nachverfolgen dürfen, was viele Nutzer ablehnen. 

 

Ich persönlich habe den deutlichen Einbruch bei Meta genutzt und eine weitere Aktie hinzugekauft. Natürlich sind die Beobachtungen der Kartellbehörden nicht zu vernachlässigen ebenso wie die jüngsten Zahlen und Aussichten. Allerdings investiere ich weder auf Sicht von Quartalen, noch auf Sicht von wenigen Jahren. Mein Investmenthorizont beträgt mehrere Jahrzehnte. Dabei gehe ich davon aus, dass Meta auch die aktuellen Schwierigkeiten mit Erfolg hinter sich bringen wird.

Platz 1: Alibaba

Die Spitzenposition auf dem Treppchen, auf dem man sich eigentlich nicht befinden will, nimmt weiterhin Alibaba ein. Aktuell steht ein Buchverlust von 39% zu Buche. Das ist wirklich nicht gerade wenig. Und das obwohl ich insgesamt drei Käufe, also unter anderem zwei Nachkäufe getätigt habe, um meinen Einstandskurs zu senken.

 

In den letzten Wochen hatte sich der asiatische Markt etwas beruhigt und langsam wieder an Fahrt aufgenommen, nachdem es zuvor sehr turbulent zu ging. Doch kaum begann sich der Kurs der Alibaba-Aktie langsam aufzuraffen, kommt nun die nächste Hiobsbotschaft, die auf den Kurs drückt. So hat Alibaba bei der amerikanischen Börsenaufsicht eine Milliarde zuvor nicht für den amerikanischen Handel zugelassene Aktien registriert, die aus der Zeit vor dem US-Börsengang stammen.

Auf diese Weise können Aktionäre diese Aktien verkaufen. Die große Anzahl an registrierten Aktien lässt den Schluss zu, dass ein Großaktionär seine Aktien auf den Markt werfen will. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei um Softbank handelt, die 25% an Alibaba halten und die Anteile vor dem US-Börsengang erworben hatte. 

 

Natürlich ist es nicht schön, beim Blick ins Depot eine Position zu sehen, die in tiefroten Zahlen dasteht. Auf der anderen Seite denke ich mir, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt. Der Aktienkurs kann über längere Zeit vom wahren Wert abweichen. Ich bin weiterhin von dem Unternehmen überzeugt und werde die Aktien weiter handeln und das Unternehmen verfolgen.

 

 

 

Was sind deine Flop-Positionen im Depot?

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Kommentare: 2
  • #1

    Pascal (Dienstag, 08 Februar 2022 23:20)

    Meta mit 32% und Paypal mit 50% ...

  • #2

    Cashflowinvestor (Mittwoch, 09 Februar 2022 08:11)

    @Pascal

    Paypal hat es in den letzten Wochen auch gut erwischt. Hältst du weiterhin oder denkst du gar daran aufzustocken?

    LG Cashflowinvestor