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Aktienkauf: Fresenius - Deutschlands Dividendenaristokrat

Den deutschen Aktienindex kurz DAX hat es in der letzten Woche ordentlich erwischt. Über 1.000 Punkte gab er in den letzten fünf Tagen ab, allein 500 Punkte am letzten Freitag. Auf Wochensicht steht ein Kursverlust von über 10% zu Buche. So wurden nicht nur die 14.000 Punkte unterschritten, aktuell steht er sogar kurz davor, die 13.000 Punkte Marke zu unterschreiten. Es herrscht regelrechte Ausverkaufsstimmung.

Auf diesem Niveau war der DAX zuletzt im November 2020!, also vor anderthalb Jahren.

 

Grund hierfür ist natürlich der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Doch der jüngste Kurseinbruch ist auf den russischen Angriff auf das größte Atomkraftwerk Europas in Saporischschja zurückzuführen. Der entstandene Brand konnte mittlerweile gelöscht werden, doch sorgte die Angst vor einer nuklearen Katastrophe aufgrund der russischen Invasion in der Ukraine für einen Abverkauf. 

 

Was in der Ukraine passiert ist eine Tragödie und wir können nur hoffen, dass es so schnell wie möglich ein Ende nimmt.

Ich habe den jüngsten Kurseinbruch genutzt und meinem Depot ein deutsches Unternehmen beigefügt, das schon seit längerem auf meiner Watchlist steht. 

Dabei handelt es sich Deutschlands einzigen Dividendenaristokrat. Die Rede ist von Fresenius. Das Unternehmen hat seit 29 Jahren nicht nur ununterbrochen eine Dividende gezahlt, sondern diese auch Jahr für Jahr gesteigert.

 

Fresenius ist ein deutscher Medizintechnik- und Gesundheitskonzern. Das Unternehmen ist einer der größten deutschen privaten Krankenhausbetreiber mit seinen Helios Krankenhäusern und im Pharma- sowie Gesundheitsbereich tätig.

 

Das Unternehmen teilt sich auf 4 Unternehmensbereiche auf:

 

1. Fresenius Medical Care

- Dialyseprodukte und Gesundheitsdienstleistungen

Fresenius Medical ist jedoch selbständig an der Börse. Der Anteilsbesitz von Fresenius beträgt 32%.

 

2. Fresenius Kabi

-Krankenhausprodukte

 

3. Fresenius Helios

- Krankenhaus-Trägerschaft

 

4. Fresenius-Vamed

-Projekte und Dienstleistungen für Krankenhäuser

 

Der Kurs der Fresenius-Aktie lag 2017 noch bei fast 80€. nun fünf Jahre später steht er bei 28€. Die Aktie geriet insbesondere in Folge der Corona-Krise unter Druck. Zunächst mag man denken, dass gerade Krankenhäuser Profiteure der Corona-Krise sein müssten, sind sie doch komplett ausgelastet gewesen. Dem ist jedoch keineswegs so. Der Grund hierfür liegt darin, dass Krankenhäuser ihr Geld mit Operationen verdienen, die während der Corona-Krise aufgeschoben wurden, da die Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Patienten benötigt wurden. 

Ein weiterer sehr makaberer Grund, weshalb die Aktie unter Druck geriet, war der, dass die Fresenius die Patienten wegstarben. Corona fielen insbesondere ältere Menschen zum Opfer, die den Großteil der Patienten von Fresenius ausmachen.

Ich habe den deutlichen Kursrückgang bei Fresenius genutzt und mir 20 Fresenius-Aktien zu einem Kurs von 27,95€ zugelegt. Insgesamt wurden so 559,00€ investiert. Den Kauf habe ich bei Trade Republic getätigt, sodass die Transaktionskosten nur 1€ betrugen.

 

Insbesondere in Hinblick auf die Dividenden erhoffe ich mir bei Fresenius einiges. So liegt die Dividendenrendite aktuell bei um die 3%. Hervorzuheben ist jedoch, dass die Ausschüttungsquote bei unter 30% liegt, was noch ordentlich Luft für Dividendenerhöhungen lässt, vorausgesetzt, dass die Geschäfte weiter laufen. Persönlich denke ich, dass die Corona-Krise auf kurz oder lang überwunden wird und die aufgeschobenen Operationen erfolgen werden. 

Fresenius ist keine Wachstumsrakete, es ist kein Technologieunternehmen, das eine Renditeerwartung von 20% oder mehr pro Jahr aufweist. Allerdings wächst Fresenius moderat und hat mittlerweile ein Preisniveau erreicht, bei dem ich einfach nicht widerstehen konnte. Bei einer Dividendenrendite von etwas mehr als 3% und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 9 ist Fresenius wirklich ein Schnäppchen, bei dem ich zugreifen musste. 

 

Nicht zu vernachlässigen ist jedoch die hohe Verschuldung von Fresenius. Allerdings hat Fresenius angekündigt, diese in den nächsten Jahren deutlich abzubauen. 

Entsprechend werde ich weiter verfolgen, wie sich die Schulden in Zukunft entwickeln.

 

 

Was hältst du von der Fresenius-Aktie?

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